Niue

Das größte aus dem Meer gehobene Korallenatoll der Welt

Nachdem wir eine unglaubliche Zeit auf Palmerston verbracht hatten, war es Zeit für unser nächstes Ziel: Niue, eine winzige Insel mitten im Pazifik, über die wir ehrlich gesagt bis vor wenigen Wochen kaum etwas wussten. Rückblickend stellte sie sich als einer unserer bisher liebsten Zwischenstopps heraus.

Niue ist das größte aus dem Meer gehobene Korallenatoll der Welt. Anders als viele Pazifikinseln mit langen weißen Sandstränden erhebt sich Niue dramatisch aus dem Ozean. Steile Kalksteinklippen umgeben fast die gesamte Insel und verbergen unzählige Höhlen, Felsbögen und kristallklare Naturpools. Es ist ein Ort, den wir so nirgendwo sonst erlebt haben.

Eine raue Begrüßung

Unsere Überfahrt begann entspannt, doch am letzten Tag nahm der Wind stetig zu und brachte immer größere Wellen mit sich. Immer wieder brach eine Welle über die Seite von Tauha und verpasste uns eine unerwartete Ganzkörper-Salzwasserdusche. Irgendwann kann man darüber nur noch lachen, denn wirklich viel anderes bleibt einem in solchen Momenten nicht übrig.

Als die Insel näher kam, zog die Landschaft sofort unsere Aufmerksamkeit auf sich. Die Klippen schienen direkt aus dem Ozean aufzusteigen und ließen Niue vom Meer aus fast unzugänglich wirken. Es war ein völlig anderer erster Eindruck als bei den meisten Inseln, die wir zuvor besucht hatten.

Als wir uns Alofi näherten, lag noch eine letzte Herausforderung vor uns. Um den Hafen zu erreichen, mussten wir gegen den Wind kreuzen. Während einer der Wenden begannen die Schoten der Genua wild über das Deck zu schlagen. Eine davon schlug gegen unser Bimini-Fenster, bis es schließlich zerriss. Nicht gerade ideal, aber um ehrlich zu sein: Die Fenster waren ohnehin schon so stark von der Sonne beschädigt, dass wir kaum noch hindurchsehen konnten. Wenigstens konnten wir jetzt wieder etwas durch sie erkennen.

Als wir schließlich eine der Hafen-Moorings aufnahmen, wurde es bereits dunkel. Die Zollabfertigung musste bis zum nächsten Morgen warten. Nach mehreren Tagen auf See hatten wir ohnehin nicht mehr viel Energie übrig. Wir waren vollkommen zufrieden damit, ein Abendessen zu kochen, ein kaltes Bier im Cockpit zu genießen und einfach den Moment zu schätzen, sicher angekommen zu sein.

Verwirrung beim Zoll

Am nächsten Morgen funkte wir den Hafen an, um zu fragen, ob wir an Land kommen und die Zollabfertigung erledigen durften. Anders als auf vielen anderen Pazifikinseln kommen die Zollbeamten in Niue nicht zu den ankommenden Yachten hinaus. Stattdessen muss man das eigene Beiboot selbst in den Hafen bringen. An Land zu kommen ist hier ziemlich interessant, denn das umliegende Riff macht es schwierig, einen normalen Yachthafen zu bauen. Stattdessen wurde ein System entwickelt, bei dem das Beiboot mit einem Kran komplett aus dem Wasser gehoben, auf einen Anhänger gesetzt und anschließend auf den Beton gestellt wird. Glücklicherweise haben wir bereits Hebegurte an unserem Dinghy installiert, sodass der ganze Vorgang überraschend reibungslos verlief.

Während wir gerade dabei waren, das Beiboot aus dem Wasser zu heben, blieb eine Frau neben Alex stehen. „Seid ihr schon auf der Insel gewesen?“ „Nein“, antwortete Alex. „Wir sind gerade erst angekommen. Wir sind hier, um den Zoll zu erledigen.“ Sie nickte nur kurz und fuhr davon. Wir machten uns auf den Weg den Hügel hinauf und versuchten herauszufinden, wo genau sich das Zollamt befand. Nur eine Minute später hielt genau dieselbe Frau wieder neben uns. Wie sich herausstellte … sie war der Zoll. Offensichtlich hatte sie es bei unserem ersten Gespräch nicht für notwendig gehalten, das zu erwähnen.

Nach ein bisschen Papierkram waren wir offiziell in Niue eingereist und bereit, die Insel zu erkunden.

Alex' berühmter Brokkolisalat

Unser erster Stopp nach der Zollabfertigung war natürlich der Supermarkt. Eine Sache, die wir während unserer Reise durch den Pazifik gelernt haben, ist, dass frisches Gemüse plötzlich unglaublich wertvoll werden kann, weil es oft nur schwer zu bekommen ist.

Als wir durch den kleinen Laden liefen, entdeckten wir plötzlich einen Kühlschrank und darin … BROKKOLI.

Während der Überfahrt hatten wir tatsächlich darüber gesprochen, wie sehr wir uns nach Alex' berühmtem Brokkolisalat sehnten. Frischen Brokkoli im Regal zu sehen, fühlte sich daher wirklich an, als hätten wir einen Schatz gefunden.

Schnell versuchten wir alles andere zusammen zu sammeln, was wir dafür brauchten – aus diesem und zwei weiteren Läden: Käse, Speck und zusätzlich weiteres Gemüse. Leider konnten wir keine Erbsen finden, aber das würde uns natürlich nicht aufhalten.

Am Abend gab es dann endlich wieder Alex' Brokkolisalat. Nach Monaten ohne Broccoli schmeckte er einfach unglaublich gut. Manchmal sind es die einfachen Dinge, die einen am glücklichsten machen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Der Mittwochmorgen zeigte uns eine weitere interessante Seite von Niue: Diese Insel wird unglaublich früh wach. Noch vor Sonnenaufgang started Mittwochs ein kleiner, lokaler Markt, auf dem die Menschen frisches Obst, Gemüse und selbstgemachte Produkte verkaufen. Neugierig darauf, das selbst zu erleben, standen wir um 5:30 Uhr auf und machten uns auf den Weg, während es draußen noch dunkel war. Selbst zu dieser frühen Stunde waren bereits viele Einheimische unterwegs. Wir holten uns ein frisches Sandwich und zwei köstliche Papayas, bevor wir weiter zum Wasser hinuntergingen.

Mit unserem Frühstück auf den Felsen zu sitzen, Tauha friedlich an ihrer Mooring liegen zu sehen und dabei zuzuschauen, wie die ersten Sonnenstrahlen langsam die Klippen erleuchteten, war ein wunderbarer Start in den Tag. Momente wie diese erinnern uns daran, dass einige der schönsten Erlebnisse auf Reisen nicht viel kosten, man muss sich manchmal einfach nur etwas früher aus dem Bett bewegen. Danach beschlossen wir, dass ein Frühstück vielleicht doch nicht ganz ausreichte, und gönnten uns noch ein zweites in einem der Restaurants mit Blick über den Ozean. Mit einem frischen Frucht-Smoothie in der Hand und einer unglaublichen Aussicht über den Pazifik konnte der Morgen wirklich kaum besser sein.

Der Rest des Mittwochs entwickelte sich dann zu einem dieser typischen Bootstage. Es gibt immer kleine Aufgaben, die erledigt werden müssen: etwas reparieren, etwas anderes reinigen oder die nächste Überfahrt vorbereiten, und ehe man sich versieht, ist der halbe Tag vorbei.

Kurz nach dem Mittagessen änderten sich jedoch unsere Pläne. Unsere Nachbarn auf einem wunderschönen Katamaran luden uns auf einen Sundowner ein.

Was als kurzer Besuch begann, wurde zu einem dieser Abende, die uns daran erinnern, warum wir die Segelgemeinschaft so sehr lieben. Wir tauschten Geschichten über unsere letzten Überfahrten aus, gaben uns gegenseitig Tipps zu den noch vor uns liegenden Zielen, lachten über die Dinge, die unterwegs schiefgegangen waren, und irgendwie verschwand die Sonne, bevor wir überhaupt bemerkten, wie spät es geworden war.

Diese spontanen Abende mit anderen Seglern werden oft zu einigen unserer liebsten Erinnerungen.

Erkundungstag

Am nächsten Tag mieteten wir ein Auto, um Niue richtig erkunden zu können. Bevor wir damit loslegten, stand jedoch noch eine wichtige Aufgabe an: Wäsche waschen.

Wäsche zu waschen, während man um die Welt segelt, ist nie ganz so einfach, wie es klingt. Viele Inseln haben keine öffentlichen Waschsalons. Stattdessen hört man von anderen Seglern von jemandem, der zu Hause Wäsche für vorbeikommende Crews wäscht. Also machten wir genau das.

Alex ging zu einem privaten Haus, klopfte an die Tür und fragte höflich, ob dort noch immer Wäsche für ankommende Segler gewaschen würde. Das war tatsächlich der Fall. Die Frau begrüßte uns mit einem Lächeln, bot uns einen Kaffee an, nahm unsere Taschen voller schmutziger Kleidung entgegen, bat uns, uns in ihr Gästebuch einzutragen, und sagte, wir sollten am nächsten Tag wiederkommen.

Sie würde alles waschen, trocknen, ordentlich zusammenlegen und für uns bereithalten. Es sind genau diese kleinen Begegnungen, die das Reisen durch den Pazifik so besonders machen.

Nachdem dieses Thema erledigt war, holten wir unseren Mietwagen ab und machten uns auf den Weg, die Insel zu erkunden.

Unser allererster Stopp führte uns zu einem Aussichtspunkt, von dem aus wir riesige Wellen beobachten konnten, die mit gewaltiger Kraft gegen die Klippen prallten. Das Meer war an diesem Tag rau, und zuzusehen, wie sich gewaltige Wassermassen an den Kalksteinfelsen auftürmten und explodierten, war einfach spektakulär. Salzwassernebel lag in der Luft, während das Donnern der Wellen entlang der Küste widerhallte.

Nur eine kurze Autofahrt später änderte sich die Landschaft komplett. Statt dramatischer Klippen fanden wir plötzlich einen ruhigen natürlichen Swimmingpool mit unglaublich klarem, türkisfarbenem Wasser. Es sah fast unwirklich aus – wie etwas, das man auf dem Titelbild eines Reisemagazins erwarten würde. Das Beste daran? Wir hatten den gesamten Ort für uns alleine.

Als wir durch das kristallklare Wasser liefen, bemerkten wir plötzlich mehrere Seeschlangen, die um unsere Füße herumglitten. Erst später erfuhren wir, dass diese tatsächlich hochgiftig sind. Glücklicherweise sind ihre Mäuler so klein, dass sie Menschen fast nie beißen können, und es gibt keinen einzigen dokumentierten Todesfall durch diese Seeschlangen.

Es ein ziemlich besonderer Moment: in einem tropischen Naturpool zu stehen, umgeben von türkisfarbenem Wasser, mit dem rauschen der Wellen in den Ohren.

Unser nächster Stopp war der alte Hafen von Niue, wo wir eine der lokalen Legenden der Insel kennenlernten: die Geschichte einer Frau, die der Überlieferung nach von einem Wal verschluckt und schließlich bis nach Tonga getragen wurde.

Wie an so vielen Orten im Pazifik schien auch hier jeder Winkel eine weitere faszinierende Geschichte zu erzählen. Und der Tag hatte gerade erst begonnen …

Unser nächstes Ziel war ein Ort, den die Einheimischen als „Chasm“ bezeichnen, eine Art Felsspalte oder Schlucht. Dem Weg folgend fühlte es sich fast unwirklich an, wie etwas, das für Disney World entworfen worden sein könnte. Nur dass dies kein Themenpark war. Es war komplett natürlich und wir hatten den gesamten Ort für uns alleine.

Der Pfad führte über viele Stufen hinunter, bis sich die Erde plötzlich vor uns aufzuschlitzen schien. Früher nutzten die Menschen von Niue diesen Ort als Quelle für frisches Trinkwasser. Heute fühlt es sich fast so an, als würde man eine versteckte Höhle betreten. Öffnungen weit oben ließen Sonnenstrahlen hineinfallen, und wir konnten durch die schmalen Wasserpassagen schwimmen, bis wir die andere Seite erreichten. Dort, umgeben von Felsen und Lichtstrahlen, saßen wir eine Weile einfach ganz ruhig da und genossen diesen besonderen Ort.

Dann passierte etwas Unerwartetes: Winzige Süßwassergarnelen begannen um uns herumzuschwimmen und knabberten ganz vorsichtig an unserer Haut. Eine natürliche Spa-Behandlung!

Nach einem erfolgreichen Spa, setzten wir unsere kleine Wanderung durch den Wald fort. Plötzlich öffneten sich die Bäume, und die Landschaft veränderte sich komplett. Vor uns lag eine wilde, fast unwirkliche Szenerie. Für mich sah es aus wie direkt aus „Der Herr der Ringe“: scharfe Korallenfelsformationen, die in den Himmel ragten, in der Ferne brechende Wellen an den Klippen und das tiefe Dröhnen des Ozeans, das die Luft erfüllte.

Als wir dem Weg weiter folgten, erreichten wir eine Leiter, die hinunter zum Wasser führte. Von dort aus konnten wir eine weitere Höhle betreten. Immer wieder schlug eine Welle hinein und ließ das Wasser durch die Luft spritzen. Einfach unglaublich.

Wir erkundeten die Küste weiter, bis wir langsam müde wurden. Also beschlossen wir, den Tag mit einem letzten Spaziergang ausklingen zu lassen, über das Riff bei Ebbe. Das gesamte Riff lag frei und bildete einen riesigen natürlichen Weg über den Meeresboden. Es war wunderschön.

Was für ein Tag.

Morgenstund Hat Gold Im Mund

Am nächsten Morgen hatten wir unser Mietauto noch und wollten unbedingt noch einen weiteren Ort besuchen: eine Höhle, in der man bei Ebbe schwimmen können sollte. Wir kamen sehr früh an, aber das frühe Aufstehen hat sich absolut gelohnt. Die Sonne war gerade erst aufgegangen, und wieder einmal hatten wir den gesamten Ort für uns alleine. Im Inneren der Höhle befand sich ein atemberaubend blauer Pool, in dem wir schwimmen konnten, während wir hinaus auf den offenen Ozean blickten und beobachteten, wie die Wellen durch den Eingang hereinrollten. Es war einer dieser Momente, von denen man schon weiß, dass man sich noch lange daran erinnern wird.

Wir wollten außerdem noch an einem anderen Ort schnorcheln gehen. Der Platz selbst war wunderschön, vor allem, weil dort Süßwasser und Salzwasser aufeinandertreffen und dadurch eine faszinierende Mischung verschiedener Lebensräume entsteht. Man konnte sogar durch einen natürlichen Felsbogen hinaus zum Riff schwimmen. Leider wurden die Wellen bereits zu hoch, als wir uns der Flut näherten, und das Wasser begann, das Riff zu überspülen. Es war nicht sicher, ins Wasser zu gehen, also entschieden wir uns stattdessen für eine weitere Wanderung.

Der nächste Weg führte uns durch wunderschöne Wälder, und Alex hatte sogar das Highlight, eine Kokosnusskrabbe zu entdecken. Die Wanderung endete an einer weiteren spektakulären Höhle. Als wir hindurchgingen, kamen wir direkt am Meer wieder heraus, wo gewaltige Felsbögen die darunterliegenden Wellen einrahmten.

In einem dieser natürlichen Steinbögen zu stehen und hinaus über den Pazifik zu blicken, war einfach atemberaubend.

Irgendwann ging unsere Mietwagenzeit zu Ende und wir brachten das Auto zurück. Aber wir waren noch nicht bereit, mit dem Erkunden aufzuhören. Wir fragten die Besitzerin, ob es vielleicht eine Möglichkeit gäbe, das Auto am Sonntag noch einmal zu mieten.

Obwohl sie normalerweise sonntags nicht arbeitet, organisierte die liebe Frau alles für uns, sodass wir das Auto noch einmal abholen konnten.

Eine magische Nacht

An diesem Abend, während wir im Cockpit von Tauha saßen, passierte etwas Magisches. Plötzlich hörte ich ein lautes Zischen und Prusten. Zuerst konnte ich kaum glauben, was ich da hörte. Es war unglaublich laut und ganz nah. Ich rief sofort nach Alex: „Komm schnell!“ Wir standen da und beobachteten gespannt die Dunkelheit. Und dann passierte es wieder. Und wieder. Mehrere Wale tauchten direkt neben unserem Boot auf. Im Mondlicht, nur wenige Meter von Tauha entfernt, schwammen die ersten Buckelwale, die wir auf unserer Reise gesehen hatten. Sie glitten ganz friedlich neben uns her, völlig ahnungslos, wie besonders dieser Moment für uns war. Wow!

Show Day

Der nächste Morgen begann wieder früh. Um 5:30 Uhr standen wir auf, um an der monatlichen Feier der Insel teilzunehmen, dem Show Day.

Jeden Monat findet diese Veranstaltung an einem anderen Ort auf Niue statt. Einheimische verkaufen selbstgemachtes Essen, Getränke und Kunsthandwerk, während den ganzen Vormittag über Aufführungen und traditionelle Aktivitäten stattfinden. Wir waren vor den meisten anderen Besuchern da, weil Alex sicherstellen wollte, dass wir noch eine Kokosnusskrabbe bekommen würden. Glücklicherweise hatten wir Erfolg, und ich glaube, wir gehörten tatsächlich zu den ersten Besuchern dort.

Danach genossen wir Kaffee und Tee sowie eine lokale Spezialität namens Nane, ein warmes, süßes Getränk aus Kokosnuss und Taro-Wurzel, das dadurch eine dicke und cremige Konsistenz bekommt. Außerdem probierten wir einen lokalen Crêpe mit Kokosnuss und Sahne. Köstlich.

Und natürlich lief bereits ein Barbecue, obwohl es noch Morgen war. Das ist hier sehr üblich, denn sobald die Aufführungen beginnen, schließen viele der kleinen Essensstände wieder. Die Menschen kaufen ihr Essen vorher, lassen es in Aluminiumfolie einwickeln und genießen es später, während sie die Feierlichkeiten anschauen.

Später auf der Wiese in der Sonne zu sitzen, einen lokalen Wettbewerb für Haarteile zu beobachten und den Aufführungen der Schulkinder zuzusehen, war eine wunderschöne Erfahrung. Es gab uns einen kleinen Einblick in die Kultur von Niue.

Gegen Mittag kehrten wir zum Boot zurück und verbrachten den restlichen Tag ganz entspannt.

Das Ende

Der Sonntag war unser letzter Tag auf der Insel. Am Nachmittag holten wir das Mietauto ein letztes Mal ab und fuhren zurück zu dem Schnorchelplatz, den wir zuvor wegen der hohen Wellen ausgelassen hatten. Wir waren so froh, dass wir noch einmal zurückgekommen sind. Nicht nur war die Gegend wegen des Zusammentreffens von Süß- und Salzwasser faszinierend, sondern wir konnten auch durch den natürlichen Felsbogen hinaus zum Riff schwimmen. Dort angekommen, kletterten wir aus dem Wasser und liefen über das bei Ebbe freiliegende Korallenriff, bis wir tiefe natürliche Pools entdeckten, die sich in den alten Korallenstein geformt hatten. Wir verbrachten einige Zeit damit, dort zu schwimmen, umgeben vom offenen Ozean und uralten Korallenformationen. Noch ein unvergessliches Niue-Erlebnis.

Zum Sonnenuntergang gingen wir an den Strand und beobachteten, wie die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand, während Alex Steine umdrehte und die Küste erkundete.

Dann kam der Montag, unser Abreisetag. Es gab noch einiges zu erledigen: an Land gehen für die Ausreiseformalitäten, uns offiziell aus dem Land abmelden, letzte Vorräte einkaufen, unsere Wasserkanister auffüllen und das Mietauto zurückbringen. Und dann war unsere Zeit auf Niue plötzlich vorbei. Mit vollen Herzen und unzähligen unglaublichen Erinnerungen lichteten wir den Anker und setzten unseren Kurs Richtung Tonga.

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